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Einzelfälle
Einsatz zeigen
Einzelfall Erfolge - Rebiya Kadeer

 Zehntausende Briefe, ein Besuch von Irene Khan und der unermüdliche Einsatz von amnesty international führten zur Freilassung des Umweltaktivisten Felipe Arreaga. Im Oktober 2005 reiste er nach Deutschland, um sich persönlich für die Hilfe von ai zu bedanken.
Mexiko 2005

 „Wir stehen in der Schuld all derer, die an uns gedacht und Appelle geschickt haben. Wir brauchen diese Solidarität. Die Reaktion auf die Appelle wird derartige Angriffe verhindern, das ist unsere feste Überzeugung. Wir senden herzliche Grüße an alle, die sich um unsere Sicherheit besorgt gezeigt haben.“

Der türkische Menschenrechtsverein IHD, zur Freilassung seiner Leiterin Eren Keskin
Türkei 2005


 Rebia Kadeer
Die Geschäftsfrau und Menschenrechtsverteidigerin Rebiya Kadeer setzt sich seit vielen Jahren für die Rechte der Uiguren, der größten Volksgruppe im Nordwesten Chinas, ein und ist eine der bekanntesten Verfechterinnen der Rechte von Frauen.

Im August 1999 fand ihr Engagement ein jähes Ende: Weil sie ihrem Ehemann die örtliche Tageszeitung in die USA geschickt hatte, warf die chinesische Regierung ihr vor, geheime Informationen an Ausländer weitergegeben zu haben. Ein Gericht verurteilte Kadeer in einem geheimen Verfahren zu acht Jahren Haft.

amnesty international betrachtete Rebiya Kadeer als eine gewaltlose politische Gefangene und setzte sich für ihre sofortige und bedingungslose Freilassung ein. Unter anderem durch Urgent Actions, an denen sich rund 70.000 Menschen in über achtzig Ländern beteiligten. Nachdem Anfang 2004 das Strafmaß um ein Jahr reduziert wurde, folgte im März 2005 die Freilassung. Akida Rouzi, die Tochter von Rebiya Kadeer, schrieb ai daraufhin: „Wir haben fünfeinhalb Jahre auf diesen Moment gewartet und danken allen, die auf diesen freudigen Tag hingearbeitet haben.“

Die Freilassung zeigt, dass keine Regierung öffentlichem Druck auf Dauer standhalten kann. In China gehören schwere Menschenrechtsverletzungen aber nach wie vor zum Alltag. Allein im Jahr 2004 hat ai 3.400 Hinrichtungen registriert – eine Zahl, die wahrscheinlich weit unter dem tatsächlichen Ausmaß der staatlichen Tötungen liegt.

Auch Sie können sich für bedrohte Menschen – in China und anderswo – einsetzen!


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„Ich habe nichts von den amnesty-Aktionen geahnt. Aber ich habe die Auswirkungen gespürt….“

Interview mit Rebiya Kadeer
Dauer 2:04 min



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