| Einzelfall Erfolge - Rebiya Kadeer |
Im August 1999 fand ihr Engagement ein jähes Ende: Weil sie ihrem Ehemann die örtliche Tageszeitung in die USA geschickt hatte, warf die chinesische Regierung ihr vor, geheime Informationen an Ausländer weitergegeben zu haben. Ein Gericht verurteilte Kadeer in einem geheimen Verfahren zu acht Jahren Haft. amnesty international betrachtete Rebiya Kadeer als eine gewaltlose politische Gefangene und setzte sich für ihre sofortige und bedingungslose Freilassung ein. Unter anderem durch Urgent Actions, an denen sich rund 70.000 Menschen in über achtzig Ländern beteiligten. Nachdem Anfang 2004 das Strafmaß um ein Jahr reduziert wurde, folgte im März 2005 die Freilassung. Akida Rouzi, die Tochter von Rebiya Kadeer, schrieb ai daraufhin: „Wir haben fünfeinhalb Jahre auf diesen Moment gewartet und danken allen, die auf diesen freudigen Tag hingearbeitet haben.“ Die Freilassung zeigt, dass keine Regierung öffentlichem Druck auf Dauer standhalten kann. In China gehören schwere Menschenrechtsverletzungen aber nach wie vor zum Alltag. Allein im Jahr 2004 hat ai 3.400 Hinrichtungen registriert – eine Zahl, die wahrscheinlich weit unter dem tatsächlichen Ausmaß der staatlichen Tötungen liegt. Auch Sie können sich für bedrohte Menschen – in China und anderswo – einsetzen!
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